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28.03.2017

Bodybuilding vs. Krafttraining

Normalerweise steht die Muskelgröße in direktem Zusammenhang mit der Kraft. Wir haben alle schon Leute gesehen, die einfach stark aussehen. Ihre Muskeln sind beeindruckend. Und dieser Eindruck ist richtig, denn die absolute Kraft nimmt zu, sobald der Muskelquerschnitt größer wird.

Krafttraining bewirkt ein Muskelwachstum, und genau das passiert bei den allermeisten Männern, vor allem wenn sie grade erst am Anfang ihrer Trainingskarriere stehen. Dieses Wachstum tritt immer ein, ganz gleich ob man mit seinem Training seine Maximalkraft, Schnellkraft oder Masse erhöhen will.

Bodybuilding-Workouts sind so gestaltet, dass kaum Bewegungsmuster, sondern hauptsächlich isolierte Übungen trainiert werden. Da die Muskelgruppen von den meisten Bodybuildern seperat trainiert werden, bleibt das koordinierte Zusammenspiel in größeren Bewegungsmustern untrainiert, und so bleibt auch das Potenzial für die ahtletische Anwendung der Kraft, zu der die individuellen Muskelgruppen eigentlich fähig sind, weitgehend ungenutzt.

Daher sind Kraft- und Koordinationsprogramme auf der Grundlage isolierter Muskelgruppenübungen weitaus weniger effektiv für die Produktion athltetisch anwendbarer Kraft als Programme, die auf den Bewegungsmustern beruhen, so wie wir sie in den Langhantel-Grundübungen vorfinden.

Ein Isolationstraining mit vielen Wiederholungen und geringer Intensität führt zu einer Hypertrophie der beanspruchten Muskelgruppen, aber eine koordiniert ablaufende Anpassung der Maximal- und Schnellkraft ist eben nur duch Bewegungen möglich, die mehr koordinierte Maximal- und Schnellkraft erfordern.

Der Aspekt der Hypertrophie, der dem Krafttraining innewohnt, ist für Athleten wichtig, die eine Sportart betreiben, bei der eine große Körpermasse von Vorteil ist. Normalerweise zeichnen sich Kraftsportler durch eine große Körpermasse aus, weil stärke normalerweise massiger ist. Mehr Masse ist auch in Teamsportarten hilfreich, in denen man mit seinem Gegnern zusammenstößt, wie im Rugby oder Basketball, und sogar in eher ausdauerbetonten Sportarten wie dem Fußball, weil sich schwere Spieler nicht so leicht wegschieben lassen wie schmächtige.

Größere Muskeln bedeuten auch eine effizientere Hebelwirkung an den wichtigen Gelenken, Knie, Ellenbogen, Hüften und Schultern arbeiten besser, wenn die Muskeln, die sie bewegen, größer sind, da in diesem Fall der Winkel, in dem die Muskeln das Gelenk kreuzen, für das Hebelsystem des Gelenks mechanisch effizienter ist.

Je steiler der Angriffswinkel ist, den die Sehne am Knochen hat, umso effizienter ist der Zug. Ein großer Quadrizeps arbeitet daher besser als ein kleiner Quadrizeps, weil er stärker ist bzw. einen größeren Querschnitt hat, und weil zumindest ein Teil der Muskelmasse so positioniert ist, dass er das Knie effizienter streckt.

Wenn man mit dem Ziel Kraftzuwachs trainiert, ist Spezialisierung weniger effektiv als Generalisierung. Dasselbe gilt für die Hypertrophie. Das endokrine System reagiert dosisabhängig auf Stress. Langhantelübungen, bei denen mehrere Gelenke gleichzeitig arbeiten sind für die Erzeugung eines anabolen hormonellen Reizes effektiver als kleine Isolationsübungen, bei denen nur ein Gelenk aktiv ist, selbst wenn man dieselbe Intentsität und Wiederholungszahl verwendet.

Im Rahmen eines dopingfreien Trainings sind Übungen wie Kniebeugen und Bankdrücken besser in der Lage, Hypertrophie zu bewirken, weil der Athlet seinen Körper dabei auf systemische, koordinierte Weise trainiert.


Wer also an funktionaler Kraft und anwendbarer Muskulatur interessiert ist kann auf keinen Fall auf Langhanteltraining verzichten...!!!

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